
Diese Frage höre ich ständig: „Reicht nicht einfach ein Logo?“ „Ich bin doch nur Einzelunternehmer, viel zu klein, oder ein Coach – wofür brauche ich da eine Marke?“ „Wieso gehören eine Marke mit Logo zusammen?“
Und vielleicht hast du dir diese Frage auch schon gestellt.
Ein Logo ohne Marke ist wie eine Visitenkarte ohne Telefonnummer – sie sieht hübsch aus, aber niemand kann dich erreichen. Ein Logo allein ist wie ein Gesicht ohne Persönlichkeit. Du erkennst es wieder – aber du weißt nicht, wofür es steht, welche Werte dahinterstecken oder welches Gefühl es auslöst. Genau das ist die Aufgabe einer Marke: Sie macht sichtbar, glaubwürdig und einzigartig. Ohne sie fehlt die Geschichte, die in den Köpfen bleibt.
Erst neulich hatte ich genau so ein Gespräch mit einem Kunden
Er wollte wissen: „Bin ich eine Marke oder habe ich nur ein Logo?“ Also habe ich ihn gedanklich auf seine alte Website geschickt. Dazu haben wir seinen alten Zoom-Hintergrund hergeholt. Dort siehst du ein Logo, allerdings daneben Flyer, Social Media, Briefpapier, alles in anderen Farben und Layouts, mit unterschiedlicher Sprache. Nichts wirkte zusammen, keine Wiedererkennung oder eine Botschaft, die im Kopf geblieben wäre.
Dann habe ich ihm gezeigt, wie wir in unserer Zusammenarbeit Design, Werte, Sprache und Erlebnis zusammengebracht haben. Plötzlich sah er, wie alles ein Bild ergab und lächelte: „Jetzt bin ich also eine Marke.“ Ja, genau. Und eine ziemlich gute noch dazu.
Erst wenn Design, Werte, Sprache und Erlebnis zusammen ein Bild ergeben, entsteht das, was wir als Marke wahrnehmen. Dann spürst du, wofür jemand steht – und das bleibt im Kopf.
Ein schönes Beispiel ist Nike. Du siehst das Logo und denkst sofort an Sport, Motivation und „Just do it“. Aber dieses Gefühl kommt nicht vom Logo allein. Es entsteht durch all die Botschaften, Bilder und Geschichten, die Nike über Jahre konsequent aufgebaut hat.
Genau das lässt sich auch auf dein Business übertragen – egal ob groß oder klein.
Neugierig, wie du den Unterschied erkennst und warum es für dein Business entscheidend ist?
Was dich erwartet auf einen Blick
Logo vs. Marke – warum das oft verwechselt wird
Eine Kundengeschichte vom Logo zur Marke
Was ist ein Logo?
Welche Arten von Marken gibt es?
Was ist eine Marke?
Praxisbeispiele – wenn ein Logo allein nicht reicht
Warum auch Einzelunternehmer und Coaches eine Marke brauchen
Vom Logo zur Marke in 4 Schritten
Von LEGO zum Logo und zur Marke
Häufige Missverständnisse
So könnte unser gemeinsamer Weg aussehen
Marke mit Logo: Das Fazit

Logo vs. Marke – warum das oft verwechselt wird
Viele setzen Logo und Marke gleich und wundern sich, warum ihr Auftritt trotzdem nicht im Kopf bleibt.
➡️ Ein Logo ist das Symbol für die Vertrautheit.
➡️ Eine Marke ist das Erlebnis, damit Menschen Vertrauen entwickeln und sich erinnern.
Stell dir vor, ein Logo ist wie eine Unterschrift. Du erkennst sofort, von wem er ist. Doch die Wärme, die Haltung und die Botschaft spürst du erst, wenn du den ganzen Brief liest. Genauso ist es mit einer Marke: Sie bringt Leben, Persönlichkeit und Emotion hinein. Erst dann entsteht etwas, das im Kopf bleibt. Ein Gesamtpaket aus Werten, Auftreten, Sprache und Stil.
Ein Logo identifiziert, doch es verkauft nicht. Erst durch Qualität, Botschaften und erlebte Erfahrungen bekommt es seine Bedeutung. Ohne diese Markenarbeit bleibt es ein leeres Zeichen.
Eine Kundengeschichte vom Logo zur Marke
Seit 2011 begleite ich Matthias mit seinem Herz aus Holz auf seinem Weg vom Nebengewerbe zum Familienunternehmen. Angefangen mit Badezubern und seinen eigenen kreativen Dateien, als er seinem Gewerbe einen Namen gab. Also kein Logo, sondern das Produkt stand im Vordergrund.

Doch mit den Jahren wuchs sein Angebot aus eigenen Holzkreationen: Neben Badezubern kamen Fasssaunen und andere Produkte dazu. Er war unzufrieden, weil es mit dem Namen so nicht wachsen konnte. „Ich bin nicht nur der mit dem Badezuber. Ich bin der mit dem großen Holz und den großen Momenten. Da muss jetzt etwas Ordentliches her, damit noch mehr aus Holzgemachtem dazukommen kann.“
An diesem Punkt wurde es klar
Sein Name und sein Auftritt passten einfach nicht mehr. Niemand sah das große Ganze hinter seiner Vision. So haben wir uns 2017 zusammengesetzt und ein Konzept entwickelt. Nicht nur für ein neues Logo, sondern für ein ganzes Markengefühl. Wir haben geredet, ausprobiert, verworfen und neu gedacht.
Seine Wünsche, unsere Ideen und Ansätze sollten für ihn und sein Holzgemachtes stehen und das am besten in einem Wort. Gar nicht so einfach. Heute sieht es aus, als wäre es noch nie anders gewesen. Schritt für Schritt ging mir beim zigsten Schreiben von einzelnen Wörtern, Zusammenschieben und Legen in Verbindung mit Typografievarianten ein Licht auf. Und zack entstand daraus BRANDsMADE – ein Name und ein Logo, das seine Produkte, seine Geschichte und seine Vision vereint.

Durch dieses Konzept und die Umsetzung in der gesamten visuellen Kommunikation – vom Corporate Design, über Flyer bis zu Fotoshootings mit meinem Netzwerkpartner Ingo – wurde ein Unternehmen mit einer klaren Linie und einem „natürlichen“ Faden. Heute ist er Familienunternehmer, seine Marke wächst mit jedem neuen Produkt weiter. Alles, was dazukommt, fügt sich nahtlos in das Konzept ein.

An dieser Reise vom Schriftzug bis zur heutigen Marke siehst du ganz deutlich: Ein Logo ist der Anfang. Eine Marke entsteht, wenn alles zusammenpasst: Name, Design, Sprache und Erlebnisse. Dann entsteht etwas, wie bei der Familie Brand und ihrer Marke BRANDsMADE.

Dieses Bild sagt alles! Hier wird sichtbar, was passiert, wenn aus einem Logo eine Marke wird. Eine Marke mit Gefühl und Seele, die bleibt.
Was ist ein Logo?
Ein Logo ist das visuelle Erkennungszeichen. Es besteht aus Symbol, Schrift, Farben, Formen. Es kann modern oder klassisch sein, schlicht oder verspielt.
Ein schönes Logo allein macht aber noch keine Marke. Wenn niemand versteht, wofür dein Unternehmen steht, bleibt es nur ein Bild ohne Bedeutung.
Zudem muss ein Logo nicht erklären, was ein Unternehmen tut. Der angebissene Apfel steht nicht für Computer. Das gelbe M steht nicht für Burger. Erst durch konsequente Markenkommunikation bekommen diese Symbole Bedeutung mit all ihren Botschaften und Emotionen.
Welche Arten von Marken gibt es?
Es gibt nicht nur das eine Logo. Je nachdem, wie ein Unternehmen auftreten will, kommen unterschiedliche Markenarten ins Spiel:
- Wortmarke: Nur der Schriftzug, ohne Symbol. Beispiele: Ikea oder Haribo.
- Bildmarke: Nur das Bild oder Symbol, z. B. der angebissene Apfel von Apple oder der Swoosh von Nike.
- Wort-Bild-Marke: Kombination aus Name und Symbol. Typisches Beispiel: Adidas mit den drei Streifen oder Lufthansa mit dem Kranich.
- Klangmarke: Töne oder Jingles, z. B. das bekannte Düdüdüdüdüüü von Telekom.
- Farbmarke: Farben, die sofort mit einer Marke verbunden werden, z. B. Nivea-Blau, Post-Gelb.
Manche Unternehmen gehen noch weiter: Sie schützen sogar den Klang ihrer Marke oder entwickeln eine eigene Bildsprache, eine unverwechselbare Typografie oder sogar Animationen, die fest zu ihrer Markenidentität gehören.
Gerade in der Automobilbranche sind Bildmarken extrem stark. Den Mercedes-Stern oder die Audi-Ringe erkennt jeder auf Anhieb. Ich beobachte das schon seit vielen Jahren, weil mich Logos und Marken überall auf der Welt faszinieren. Oft habe ich mich schon gefragt: Wer war eigentlich der Erste, der seinem Auto nicht nur einen Namen, sondern auch ein Symbol gegeben hat – einen Stern oder diese unverwechselbaren Ringe? Viele Hersteller kombinieren ihre Bildmarke zusätzlich mit einer Wortmarke. So wird aus dem Porsche-Wappen und dem Schriftzug ‚Porsche‘ eine gemeinsame Wort-Bild-Marke. Wie bei BMW oder Ford – da sind der Schriftzug und die grafischen Elemente untrennbar miteinander verbunden.
Doch egal, welche Markenart es ist, all das sind nur Bausteine. Erst wenn sie eine gemeinsame Geschichte erzählen, entsteht eine Marke.
Was ist eine Marke?
Eine Marke ist viel größer als das Logo. Sie umfasst alles, was Menschen mit deinem Unternehmen verbinden:
- Werte und Vision: Wofür du stehst
- Sprache & Tonalität: Wie du kommunizierst
- Designwelt: Farben, Schriften, Bildsprache, Logo
- Erlebnis: Das Wohlgefühl bei jedem Kontakt
- Konsistenz: Gleiche Botschaften auf Website, Social Media, Print, Werbetechnik
- Vertrauen und Emotion: Bekanntheit und Sympathie bewegen zum Kauf
- Beziehung und Wiedererkennung: Für eine Bindung nicht nur Aufmerksamkeit
Beispiel Nike: Das Logo ist der Swoosh. Die Marke ist das ganze Lebensgefühl dahinter: „Just do it“, Sport, Motivation, Erfolg.
Genau das wissen viele nicht. Eine Marke ist kein einzelnes Element. Sie ist das Zusammenspiel von allem, was dein Unternehmen sichtbar, spürbar und erlebbar macht. Angefangen von der Botschaft über den Look bis hin zur Art, wie du mit Kunden umgehst.
Markenarbeit heißt: Identität konsequent aufbauen und Werte klar definieren. Einen roten Faden schaffen sowie eine einheitliche Sprache nutzen und damit ein klares Auftreten entwickeln. Erst dann wird ein Unternehmen greifbar und unterscheidbar.
Praxisbeispiele – wenn ein Logo allein nicht reicht
Nike zeigt es perfekt und das ist genau der Punkt. Du denkst, es reicht das Logo – aber nur, weil Nike über Jahre alles drumherum so konsequent aufgebaut hat. Das Logo allein würde dir nichts sagen, wenn Nike nicht seine Werte, Sportler, Storys und Botschaften immer wieder erlebbar gemacht hätte. „Just do it“ – die Werbung und das Lebensgefühl – all das sorgt dafür, dass du beim Swoosh sofort an Motivation, Sport und Erfolg denkst. Das Logo ist nur der Auslöser, die Marke ist der ganze Grund, warum du überhaupt etwas fühlst und auch kaufst.
Apple: Der angebissene Apfel steht heute für Innovation, Design, Lifestyle – nicht für Obst.
Das gelbe M: sofort verbunden mit Fast Food, McDonald’s, globale Verlässlichkeit.
Viele dieser Logos wurden am Anfang kritisch beäugt. Erst durch Marketing, Produkte und Erlebnisse bekamen sie die heutige Strahlkraft.
Warum auch Einzelunternehmer und Coaches eine Marke brauchen
Auch ein Ein-Personen-Business und Einzelunternehmen braucht ein klares Bild nach außen – sonst bleibst du austauschbar. Eine Marke schafft Vertrauen und gibt Orientierung. Sie sorgt für Wiedererkennung und hebt dich von anderen ab, die vielleicht ähnliche Angebote haben.
Gerade kleine Unternehmen können durch klare Markenarbeit Nähe und Persönlichkeit zeigen – etwas, das große Konzerne oft nicht leisten können.
Bei großen Konzernen wirken Marken oft professionell, doch selten persönlich. Sie haben riesige Budgets und ausgefeilte Marketingstrategien. Doch oft fehlt der eine kreative Kopf, der alle Fäden zusammenführt. Stattdessen reden viele Abteilungen mit, jeder will seine Spuren hinterlassen. Am Ende gilt: Viele Köche verderben den Brei – und genau so gehen Echtheit und Nähe verloren.
Als kleines Unternehmen hast du den Vorteil, deine Persönlichkeit direkt zu zeigen – ohne anonyme Zwischenschritte. Diese Nähe macht deine Marke greifbar und baut Vertrauen auf, das große Marken nur schwer vermitteln können. Das Beste: Du brauchst dafür nicht einmal riesige Budgets. Klarheit und Konsistenz reichen für den Anfang.
Darum gilt: Markenarbeit ist für beide wichtig. Kleine Unternehmen punkten über Persönlichkeit, große Marken vor allem über Reichweite und Einheitlichkeit.
Vom Logo zur Marke in 4 Schritten
Aus einem Logo wird Schritt für Schritt eine Marke, die nicht nur schön aussieht, sondern auch lebt und wirkt. Stell dir vor, dein Logo ist wie ein Samenkorn. Schön anzusehen, allerdings noch ohne Geschichte. Damit daraus eine starke Marke wächst, braucht es vier Schritte:
1. Markenstrategie: Wir beginnen mit den Wurzeln: Welche Werte soll deine Marke tragen? Wen willst du erreichen? Welche Botschaften sollen im Gedächtnis bleiben? Hier entsteht das Fundament.
2. Corporate Design: Jetzt wächst etwas Sichtbares: Logo, Farben, Schriften und Bildwelt verbinden sich zu einem stimmigen Auftritt. Deine Marke bekommt ein Gesicht.
3. Kommunikation: Mit der Gestaltung kommt die Sprache dazu: Website, Social Media und Texte erzählen nun alle dieselbe Geschichte – klar und wiedererkennbar.
4. Konsistenz: Erst wenn alles ineinandergreift, entsteht Vertrauen. Online und offline wirkt deine Marke wie aus einem Guss.
Wenn sie immer wieder dieselbe Geschichte erzählt und sich alles aufeinander aufbaut, bleibt sie im Kopf. Dann entsteht eine klare Markenidentität, bei der die Menschen bei dir kaufen, weil sie dich wiedererkennen und sich sicher fühlen.
Genau dieses Gefühl habe ich jedes Mal …
wenn ein neues Apple-Produkt bei uns einzieht. Seit meiner Ausbildung, als ich meinen ersten iMac G3 in Türkis hatte – alles in einem, unkompliziert, wegweisend – bin ich treue Nutzerin. Apple war für mich schon immer mehr als Technik. Steve Jobs war die Seele der Marke. Er entschied, wie sie nach außen wirkt und welche Geschichte sie erzählt.
Heute merke ich, dass sich die Marke verändert hat. Sie ist gewachsen, hat sich weiterentwickelt und trotzdem bleibe ich ihr treu. Denn dieses Wiedererkennen, diese Verlässlichkeit machen für mich eine starke Marke aus.
Und du? Hast du auch so ein Produkt, das du kaufst, ohne groß nachzudenken? Vielleicht eine bestimmte Kaffeemarke, deine Lieblingsschuhe oder etwas, das einfach immer in deinem Einkaufswagen landet?
Das sind die Momente, in denen Marken einen festen Platz in unserem Leben bekommen.
Von LEGO zum Logo und zur Marke
Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon mal aus ein paar LEGO-Steinen was gebaut, ein Auto oder sogar eine ganze Stadt? Kaum eine Marke weckt so schnell Erinnerungen wie LEGO. Oder mein ich Logo? 😉 Genau deshalb passt dieses Bild so gut: Aus vielen einzelnen Bausteinen etwas Einzigartiges entstehen zu lassen. Genau das passiert auch, wenn aus einem Logo eine ganze Marke wird.
Stell dir deine Marke wie ein Lego-Bauwerk vor. Jeder Baustein ist eine Idee, ein Wunsch, eine Entscheidung und ein Projekt: dein Logo, deine Farben, deine Sprache, deine Werte, dein Auftreten. Am Anfang liegen sie noch einzeln vor dir. Manche sind groß, andere klein, manche vielleicht erst eine grobe Skizze.
Mit jedem Schritt wächst dein Bauwerk. Mal fügst du ein neues Element hinzu, mal baust du etwas um, das noch nicht richtig passt. Manche Bausteine kommen direkt von dir, andere entstehen durch Feedback, Inspiration oder neue Projekte.
Irgendwann ist es soweit und du siehst das große Ganze. Aus vielen einzelnen Steinen ist etwas Einzigartiges entstanden. Deine Marke. Sie hat Form, sie erzählt eine Geschichte, und sie ist mehr als die Summe ihrer Teile. Genau wie bei Lego: kein Standardmodell, sondern etwas, das nur dir gehört.
Wie beim Lego-Bauen ist es auch bei Marken. Viele bringen ihre eigenen Steine mit und bringen Ideen, Wünsche und Vorstellungen ein. Jeder sieht sein Teilprojekt und meint, genau zu wissen, wie das Ganze am Ende aussehen muss. In großen Unternehmen sind das oft ganze Abteilungen, in kleinen Betrieben vielleicht Geschäftspartner oder Familienmitglieder. Alle meinen es gut, aber manchmal wird so lange an verschiedenen Ecken gebaut, dass am Ende der rote Faden fehlt. War es jetzt ein Haus oder ein Auto, das wir da gebaut haben?
Bei Lego ist es genauso: Wenn jeder gleichzeitig an seinem Teil tüftelt, entstehen lauter Einzelstücke, allerdings kein großes Ganzes. Es braucht jemanden, der den Überblick behält, die Teile sortiert und dafür sorgt, dass am Ende ein stimmiges Bauwerk entsteht. Eins, das funktioniert, zusammenpasst und vor allem: eins, das die richtige Geschichte in einem Guss erzählt.
Genau hier endet bei vielen die Klarheit und da kommen die üblichen Missverständnisse ins Spiel.
Häufige Missverständnisse
„Ich brauche nur ein Logo.“
Klingt verlockend, stimmt allerdings nicht. Ein Logo ohne Kernbotschaft bleibt ein hübsches Bild. Wiedererkennung entsteht, wenn deine Werte, Zielgruppe und Botschaft klar sind – und wenn du sie konsequent erzählst.
In der aktuellen Edelman-Studie sagen 88 %, dass Vertrauen für die Kaufentscheidung genauso wichtig ist wie Qualität und Preis. Vertrauen wächst nicht durch ein Icon, sondern durch eine stimmige, wiederholte Geschichte.
„Marke ist nur etwas für große Firmen.“
Gerade kleine Unternehmen profitieren von Klarheit. Wer auf allen Kanälen gleich wirkt, wird schneller verstanden und auch gekauft. Studien zeigen: Konsistente Markenführung kann den Umsatz um bis zu 33 % steigern. Das ist kein „Big-Brand-Privileg“, sondern wirkt bei KMU genauso.
„Markenarbeit ist teuer.“
Wenn du von Anfang an ein Konzept und einen roten Faden hast, der sich immer durchzieht, ist sie nicht teuer. Im Gegenteil: Sie macht dich einzigartig, du kannst fließend damit arbeiten und bist wertvoller.
Starte in Etappen: erst die Strategie (Werte, Nutzen, Ton), dann ein schlanker Styleguide (Logo-Varianten, Farben, Schriften, Bildstil) und ein paar wichtigste Anwendungen (Website-Header, Social-Templates, Angebote). Danach heißt es: Dranbleiben, denn Kontinuität schlägt Kampagnenfeuerwerk.
Worauf es wirklich ankommt
Ein Logo ist das Erkennungszeichen und die Marke ist das Erlebnis dahinter. Das Logo ist der Anker, nicht die ganze Brücke. Deine Marke entsteht im Zusammenspiel aus Strategie, Design, Sprache und gelebtem Erlebnis – immer wieder gleich erzählt, online wie offline. Genau diese Konsistenz baut Vertrauen auf und macht dich zur naheliegenden Wahl.
Laut Edelman Trust Barometer 2025 vertrauen 80 % der Menschen den Marken, die sie selbst nutzen – mehr als der Regierung, den Medien oder unabhängigen Organisationen. Gerade kleine Marken können Vertrauen durch klare Linien aufbauen – und das ist messbar.
Gerade für kleine Unternehmen ist das eine Riesenchance: Sie können mit klarer Kommunikation und persönlicher Nähe Vertrauen aufbauen und brauchen dafür keine großen Budgets.
Das ist ein starkes Signal, wie sehr konsequente Markenarbeit wirkt.
So könnte unser gemeinsamer Weg aussehen
Ich habe kein festes Handbuch, das ich einfach abarbeite. In meinem Ideenreich entsteht alles individuell. Ich höre dir zu und sehe, was du wirklich brauchst. Ich lebe mich in deine Welt hinein, spüre deine Werte und höre deine Wünsche. Genau daraus wächst dann Schritt für Schritt das, was wirklich zu dir passt.
Am Anfang steht immer ein Gespräch. Wir reden über dich, dein Business und alles, was schon da ist – und über das, was vielleicht noch fehlt. Ich höre zu, frage nach, will verstehen, was deine Marke besonders macht und wie sie sich anfühlen soll.
Dann beginnt der kreative Teil: Ich entwickle erste Ideen, spiele mit Formen, Farben und Wörtern. Du bekommst keine Schubladenlösung, sondern Entwürfe, die wachsen dürfen – genau wie deine Marke. Wir probieren aus, verwerfen, verfeinern, bis am Ende alles zusammenpasst: dein Logo, deine Sprache und dein ganzes Markengefühl.
Und plötzlich merkst du: Jetzt erzählt deine Marke eine Geschichte. Deine Geschichte.
Marke mit Logo: Das Fazit
Ein Logo öffnet die Tür, dass wir wiedererkannt werden.
Eine Marke schafft den Raum dafür, dass wir in Erinnerung bleiben und Menschen uns vertrauen.
Viele verwechseln diese beiden Ebenen. Ein Logo ist das Zeichen deiner Marke, noch nicht ihre Seele. Erst wenn Strategie, Design, Sprache und gelebtes Erlebnis zusammenkommen, entsteht eine Marke, die im Kopf und im Herzen bleibt.
Ob Existenzgründer, Coach oder Unternehmen: Eine klare Markenidentität sorgt dafür, dass deine Marke spricht, wiedererkennbar und stark ist. In Konzernen darf sie nicht für Machtspiele oder persönliche Vorlieben benutzt werden, sondern immer für das große Ganze: die Marke selbst.
Genau hier kommen wir Designer ins Spiel: Als kreative Köpfe führen wir alle Fäden zusammen, schaffen Klarheit und sorgen dafür, dass am Ende nicht nur ein Logo entsteht, sondern eine Marke, die lebt und strategisch, visuell und menschlich in die Welt hinausgeht.
Wenn du also das Gefühl hast, dass es Zeit ist, deine Marke auf den Punkt zu bringen, freue ich mich auf deine Nachricht. Gemeinsam machen wir aus deinem Logo eine Marke, die wirkt.
Vielen Dank, liebe Melanie, für diesen interessanten Beitrag! So schön erklärt und auf den Punkt gebracht, dass es beides braucht – Logo und Marke.
Und wie wichtig dabei auch Individualität ist, gerade für uns „Kleine“, die wir ja oft das Gefühl haben, dass wir nur ein kleiner Fisch im riesigen Ozean sind.
Aber wenn wir authentisch sind und unsere Identität, unser Sein, gut nach außen tragen können – über das Logo und alles andere, was noch zur Marke dazugehört -, dann fallen wir halt auch im großen Ozean auf. Zumindest den Menschen, die zu uns passen bzw. zu denen wir passen.