15. Mai 2025, bearbeitet am 7. Februar 2026

Künstliche Intelligenz im Design – wo bleibt der Mensch?


Künstliche Intelligenz im Design mit einem KI generator fal.ai erstellt und der Vorgabe: photorealistic portrait of Minschtl, a confident woman curvy figur in her mid forties woman with middleshort brown curly hair tied, wearing a black patterned blazer, graphic T-shirt with an metall print, black pants with a belt, layered silver necklaces, bracelets, and a silver Pease earring, standing against a brick wall, stylish and edgy urban fashion, realistic lighting, full-body portrait, in front of Minschtl is a tripod with iphone 16Pro on top, realistic fotoshoot

Mein Blick auf künstliche Intelligenz in kreativen Berufen

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade, die Judith Peters in ihrer Community gestartet hat. Der Aufruf zur Blogparade von meinem liebsten Buddy Claudia Ludloff und spannender Artikel: „Künstlich. Intelligent. Sichtbar. Was bleibt vom echten DU?“ Ein Thema, das mich tief berührt und darum schreibe ich passend zu meinem Business-Thema: „Künstliche Intelligenz im Design“.

Ihr Blogartikel hat viel in Bewegung gebracht. Obwohl künstliche Intelligenz im Design kritisch gesehen wird, lohnt sich der Blick darauf. Sichtbar zu werden heißt auch, Haltung zu zeigen. Besonders dann, wenn es unbequem wird.

Die Bilder in diesem Blogartikel habe ich zusammen mit Claudi generiert. Es sind tolle Sachen dabei herausgekommen, auch wenn sie im Detail wenig mit meiner Persönlichkeit zu tun haben. Finde ich mal, das ist meine Meinung. Da bin ich dann doch noch sehr froh, wenn ich in Shootings echte Bilder von mir erstellen lassen kann, wie mit meinem Netzwerkpartner Ingo Rack aus Bad Buchau.

Ich habe als Designer noch sehr viel Respekt vor KI

Ich zögere noch oft. Wenn ich ehrlich bin, macht mir künstliche Intelligenz im kreativen Prozess manchmal Angst. Gleichzeitig nehme ich wahr, was möglich ist, wenn ich Midjourney, Adobe Firefly, dall-e, KI-Modelle, Textprompts, Chatbots, creative ai, generative Ki-Tools höre und denke an automatisierte Möglichkeiten für KI-basierte Anwendungen. Sie ist schnell und scheinbar unermüdlich. Ich bin Grafikdesigner verbunden mit Werbetechnik, und lege in meine Berufung in der gestaltenden Beratung seit 2006 Erfahrung, Leidenschaft und Haltung hinein.

Jetzt steht da diese künstliche Intelligenz, eine Möglichkeit und intelligente Systeme, die plötzlich Dinge „einfach so“ erledigen: Logos generiert, Farben vorschlägt, Entwürfe ausspuckt, völlig neue Kunst erschafft, Designaufgaben schneller und einfacher im Workflow umsetzt. Ohne Fragen zu stellen und ohne echtes Gegenüber. Wo bleibt da noch der Mensch?

Ich sehe Grafikdesign nicht als reine Dienstleistung. Es geht um Identität, Persönlichkeit und Ausdruck. Gerade in kreativen Berufen wie meinem braucht es Gefühl, Austausch, Mitdenken und ein gutes Gespür für die Menschen dahinter. Kein Algorithmus kann das menschliche Gefühl und das „Gesehen werden“ ersetzen.

Sogar Studien zeigen, dass KI zwar beeindruckende Ergebnisse liefern kann, jedoch oft ohne tiefes Verständnis für Kontext und Emotionen agiert.

Gestaltung ist keine Dienstleistung von der Stange

Ich bin Gestalter, Designer verbunden mit der Werbetechnik von Marken, visuellem Ausdruck und echter Identität. Menschen beim Wachsen zu begleiten, sich mit dem zu zeigen, was sie wirklich sind. Dafür höre ich ganz genau zu, frage weiiiit über den Tellerrand und schau, was da ist. Ich denke mit und manchmal auch um die Ecke und schaffe dadurch Verbindungen. Das ist weit mehr als ein Logo aus dem Generator oder eine rein datenbasierte Strategie.

Das, was ich tue, beginnt nie mit einem fertigen Produkt oder einem Angebot, das Mainstream ist. Es beginnt mit einem Gefühl. Mit einem ersten Gedanken, oft ganz leise. Daraus entsteht dann im Miteinander etwas Sichtbares, das trägt und im besten Fall einen Mehrwert hat. Ein Logo, ein ganzes Erscheinungsbild, ein Leitsystem, eine klare Botschaft. Immer persönlich und ganz individuell.

Mensch und Maschine im Design, das ist ein Spannungsfeld, das uns alle betrifft. Trotzdem glaube ich: Es braucht Menschen, die spüren, was richtig ist. Die nicht bloß gestalten, sondern auch begleiten. Die zuhören, bevor sie visualisieren und keine Angst davor haben, Gefühle in Gestaltung zu übersetzen. Die wissen, wie sie KI richtig füttern, damit sie unterstützen, doch ein authentisches Ergebnis darf noch Handwerk sein. Genau das macht für mich den Unterschied und genau dafür stehe ich.

Wo künstliche Intelligenz im Design Chancen bringt

Und doch sehe ich: Künstliche Intelligenz im Grafikdesign kann helfen. Sie kann Dinge beschleunigen, vereinfachen und manchmal auch sortieren. KI im kreativen Prozess kann sogar Räume freilegen. Damit wieder mehr Zeit für echte Kreativität bleibt, wenn wir sie richtig nutzen und einordnen. Vor allem aber, wenn wir uns selbst dabei nicht verlieren.

Manchmal bringt kreative KI Dinge auf den Punkt, wo wir im Kopf noch kreisen. Gerade bei der Ideenfindung oder im Alltag kann ein KI-Tool durchaus unterstützen. Wenn wir sie bewusst einsetzen, kann künstliche Intelligenz sogar Freiraum schaffen. Vielleicht bleibt dadurch mehr Zeit für das, was wirklich zählt: echte Kreativität und Zeit mit echten Menschen. Diese Momente, in denen etwas Neues entsteht, weil wir nicht auf Knopfdruck arbeiten.

Künstliche Intelligenz kann …minschtl® kann …
schnelle Entwürfe liefernintuitiv das Passende spüren und umsetzen
Daten analysierenzwischen den Zeilen lesen
Farben vorschlagenMarken emotional erfassen
Varianten generierenEntscheidungen begleiten und weiterdenken

KI denkt in Wahrscheinlichkeiten. minschtl® gestaltet mit Haltung und Mehrwert.

Beispiel: Kundenprojekt zwischen KI und Gefühl

Letztes Jahr hatte ich einen Kunden, der sich an mich wandte, nachdem er mithilfe einer KI ein Logo erstellt hatte. Cool, bekannt modern und doch irgendwie nicht er selbst. Die KI hatte viele Varianten ausgespuckt, aber irgendwann stieß er an Grenzen. Die Feinheiten und die Nuancen fehlten.

Er kam mit seinen Ideen Hilfe suchend zu mir und sagte sinngemäß: „Ich habe da was … aber es fühlt sich noch nicht richtig an.“ Kannst du da was draus machen?“

Das haben wir. Gemeinsam haben wir aus dem KI-Entwurf ein passendes Logo entwickelt. Eines, das auf ihn zugeschnitten ist. Das technisch auf allen Ebenen funktioniert und vor allem emotional passt. Für mich war das ein wundertolles Aha-Projekt. KI kann den Weg bereiten, doch den letzten Schritt, der wirklich berührt, den gehen wir als Menschen.

minschtl® vs. künstliche Intelligenz

Ich bin nicht austauschbar. Ich bin minschtl®. All das, was mich ausmacht in meiner Arbeit und in meinem Leben. Mein Blick, mein Gespür, mein Mitdenken, meine Klarheit und Freude am Leben, lässt sich nicht auf ein paar Prompts reduzieren.

Ich glaube an echte Begegnung, an offenes Miteinander und an Gestaltung, die aus dem Leben kommt und nicht aus einem Code.

Ich bin nicht gegen KI. Ich bin für Menschlichkeit. Und die braucht manchmal Mut, sich auf Neues einzulassen, ohne sich selbst zu verlieren.

minschtl@

Fazit: Mut statt Angst

Ich schreibe diesen Beitrag, weil ich bewusst hinschauen will. Künstliche Intelligenz in kreativen Berufen ist Teil unserer Realität. Es liegt an uns, was wir daraus machen. Ich will im Designprozess mit KI hinsehen weil ich weiß: Wenn wir Sichtbarkeit und Markenentwicklung wirklich menschlich denken, dann braucht es beides. Den technischen Fortschritt, als Unterstützung und als zuverlässige Mitarbeiter und Menschen mit Tiefgang, die mit Haltung gestalten.

Ich bin bereit, das auszuloten – Schritt für Schritt. Mit Gefühl und dem Glauben an eine Zukunft, in der wir die Menschlichkeit nicht aus den Augen verlieren.

Mein Weg mit KI – wo ich sie nutze und wo nicht

Ich nutze Künstliche Intelligenz im Design schon länger punktuell. Zum Strukturieren, Brainstormen, manchmal auch als Denkpartner für meine Gedanken als eine Art Unterhaltung. Gerade in der frühen Phase von Projekten hilft sie mir manchmal, schneller zu erkennen, was der Blick von Außen ist.

Doch für den Feinschliff, für das, was berührt und wirkt, braucht es für mich immer den Menschen. Ich würde KI nie blind vertrauen oder sie anstelle echter Begegnung setzen. Sie bleibt für mich ein Werkzeug, ein Mitarbeiter bzw. ein Mensch, mit dem ich mich unterhalten kann, nicht als Ersatz.

Ich begleite Menschen, die sichtbar sein wollen und sich dabei treu bleiben möchten. Existenzgründer, Handwerker und Unternehmer, die sich zeigen, in dem was sie ausmacht bzw. was sie verkaufen. Mit einem klaren Fundament im Design, das mitwachsen und sich weiterentwickeln kann. Das verbinden meiner 13 Leistungen zu einer Komplettlösung in der gestaltenden Beratung und das verbinden, damit jeder das bekommt, was er wirklich braucht. Mit einem roten Faden kann so viel Zeit und Geld gespart werden. Damit haben meine Kunden genügend Zeit für das, wofür sie jeden Tag gerne aufstehen.

Vielleicht liegt genau darin unsere Stärke: Technik nutzen zu können und trotzdem Mensch zu bleiben. Was ist deine Meinung dazu und wie möchtest du deine Marke in Zukunft weiterentwickeln?


Kommentare

  • So ein spannender Artikel! Und ganz klare Antwort: Ich will die echte minschtl – mit all ihrer Energie, ihrem Gespür für die Nuancen und ihrem Humor. Das kann keine KI ersetzen!

  • Danke für deine Einblicke, es ist so spannend – und ich will beide minschtl!
    Der Wahnsinn, wie man sich inspirieren lassen kann und was du daraus entwickelst. Ich bin begeistert von dem Potential der KI, aber ohne die echten minschtl Impulse funktioniert es halt nicht. Mensch bleibt Mensch und Maschine bleibt Maschine. Denn die echten Erfahrungen kann halt nur der Mensch machen.

  • Ich hoffe, dass die aktuelle Entwicklung uns dahin führt, dass die KI die Aufgaben übernimmt, für die sie gut ist und dass kreative Berufe weiterhin von Menschen mit Herz und einem Sinn für Zwischentöne ausgeübt werden. Wie du bin ich auch nicht gegen neue Technolofien an sich, nur finde ich die aktuelle Kritiklosigkeit und den Trend zur schnellen und kostensparenden „Lösung“ etwas besorgniserregend.

    Danke für deinen Einblick und liebe Grüße
    Angela

  • Liebe Melanie,
    ich will die Melanie mit ihren Ecken und Kanten. Die laute, die manchmal leise, die, die hinterfragt und hinterfragt, bis sie dort angekommen ist, wo es wumm macht.
    KI ist klasse. Dort, wo sie helfen kann. Jedoch nicht dort, wo sie übernimmt und Einheitsbrei fabriziert. Zwischenzeitlich kann ich erkennen, welche Formulierungen von der KI kommen. Will sie mir doch auch immer wieder solche aufdrücken. Ich habe mich mit ihr schon richtig gefetzt, weil ich das nicht will.
    Das Echte wird sich durchsetzten. Doch auch die KI hat ihre Berechtigung.
    Danke für Deinen aufschlussreichen Artikel.

    Herzlichst
    Sylvia


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